Buchdiskussion - "Heute fange ich wirklich an"

Themen, die irgendwie mit oder doch nicht mit Prokrastination zu tun haben.
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JavaBohne
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Buchdiskussion - "Heute fange ich wirklich an"

Post by JavaBohne » Sat 31. Mar 2018, 15:40

Hallo Troedeltrine,

Ich habe hier mal einen Thread eroeffnet in dem wir Buecher diskutieren koennen. Ist vielleicht keine schlechte Idee, es hier im Bereich "Sonstiges" zu tun. Hier koennen wir uns gerne ueber jedes Thema auslassen.

Dein empfohlenes Buch kenne ich leider nicht, dennoch sind mir die Autoren bekannt. Was ich prinzipiell bemaengele ist, dass in der Vergangenheit nicht zwischen den normalen oder studentischen Prokrastinatoren und den pathologischen, also chronischen Prokrastinatoren unterschieden wird. Der Unterschied ist einfach der, dass du dem studentischen Prokrastinatoren, nennen wir sie hier einfach nur Prokrastinatoren, helfen kannst. Gebe ihnen Anleitungen, etwas zu tun. To-Do-Listen oder Sonstiges und sie werden es ziemlich erfolgreich tun. Hingegen sind die "in ihrer Persoenlichkeit gestoerten" Prokrastinatoren, das sind die pathologischen, die "krankhaft" prokrastinieren, nicht in der Lage sich selbst anhand von z. B. To-Do-Listen zu organisieren. Letztere sind kaum bis gar nicht therapierbar.

Buecher und Therapien, die die "pathologischen Prokrastinatoren" im Titel oder der Bezeichung ansprechen, meinen fast immer dennoch "nur" die studentischen Prokrastinatoren.

Viele Gruesse,
JavaBohne

leonardo
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Re: Buchdiskussion - "Heute fange ich wirklich an"

Post by leonardo » Sun 1. Apr 2018, 09:15

Was wird denn aus den studentischen Prokrastinatoren nach Abschluß des Studiums?
Viele Grüße
Leo

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JavaBohne
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Re: Buchdiskussion - "Heute fange ich wirklich an"

Post by JavaBohne » Sun 1. Apr 2018, 15:24

Hallo Leo,

Ich denke, dass du sehr gut weisst, dass die normal Prokrastinierenden auch als "studentische" Prokrastinatoren bezeichnet werden. Nun frage mich bitte nicht, was aus den Normalen wird, wenn sie Unnormale geworden sind (lach).

Viele Gruesse,
JavaBohne

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JavaBohne
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Re: Buchdiskussion - "Heute fange ich wirklich an"

Post by JavaBohne » Sun 1. Apr 2018, 15:52

Liebe Foristen,

Fuer alle, die mit dem Begriff "Studenitsche Prokrastination" oder "Studentische Aufschieberitis" nichts anfangen koennen, habe ich hier mal einen Link reingestellt, dessen Artikel der FA auf die "Studentische Aufschieberitis" eingeht.

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance ... 69187.html

Viele Spass,
JavaBohne

Trödeltrine
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a) Forumsstruktur ' b) Definition studentische vs. pathologische Prokrastination hinsichtlich Therapierbarkeit

Post by Trödeltrine » Mon 2. Jul 2018, 12:54

Hallo JavaBohne,
bitte erlaube mir zwei Fragen:

1.) Warum soll das Buch "Heute fange ich wirklich an" Deiner Meinung nach hier diskutiert werden und nicht dort, wo ich den Thread dazu begonnen habe, nämlich im Bereich "Literatur"? Ist der nicht genau dafür gedacht, nämlich für das Vorstellen und ggf. Diskutieren von Literatur über Prokrastination?
Ehrlich gesagt erscheint es mir unübersichtlich, dass dort die Grund-Infos und mein erster Eindruck zum Buch stehen und nun hier ein weiter Thread dazu eröffnet wurde. Es fällt mir schwer, die Struktur zu durchschauen, die Du damit anstrebst. Bitte hilf mir, den Sinn dahinter zu verstehen.

2.) Die Frage nach der Therapierbarkeit verschiedener Arten von Prokrastination finde ich interessant, allerdings habe ich noch nicht verstanden, wo der Unterschied ist. Ich habe schon als Schülerin prokrastiniert, dies als Studentin fortgesetzt und nun, da ich mitten im Berufsleben stehe, habe ich das Problem immer noch. Was für eine Prokrastinatorin bin ich nun also?
Ich persönlich verspreche mir keinen Gewinn davon, mich der einen oder anderen Gruppe (wenn es denn wirklich genau die zwei gibt - die Forschung scheint ja rar zu sein zu dieser Frage, oder habe ich etwas übersehen?) zuzuordnen, mir ist nur wichtig, wie ich Abhilfe schaffen kann.
Du schreibst oben:
Hingegen sind die "in ihrer Persoenlichkeit gestoerten" Prokrastinatoren, das sind die pathologischen, die "krankhaft" prokrastinieren, nicht in der Lage sich selbst anhand von z. B. To-Do-Listen zu organisieren. Letztere sind kaum bis gar nicht therapierbar.
Meine Frage an Dich, JavaBohne: Worauf gründest Du diese Aussage?
Ich versuche mal zu formulieren, was ich dazu denke:
Ja, ich beobachte an mir selbst und vielen anderen, die das gleiche Problem haben, dass offenbar viele aufschiebende Menschen nicht in der Lage ist, sich anhand von Listen oder anderen Tools selbst zu organisieren. Daraus schließe ich aber zunächst nur, dass wir ein Problem mit der Selbstorganisation haben, nicht aber, dass wir "kaum bis gar nicht therapierbar" sind. Verstehst Du, was ich meine?
Eine Therapie, wie ich sie verstehe, besteht ja - oder sollte jedenfalls bestehen - aus deutlich mehr als nur dem Anraten von irgendwelchen Tools, die ich genausogut in irgendeinem Buch oder Artikel oder auf einer Website nachlesen kann. Sondern es bedarf m.E. der konkreten, individuell an die jeweilige Klientin angepassten Hilfen zur Auswahl der Tools, welche wiederum auf einer individuellen Analyse des konkreten Problems beruhen muss (die Auswahl), und von entscheidender Bedeutung ist schließlich die Hilfestellung bei der Umsetzung, ohne die jede Therapie wahrscheinlich nur freundliches Gerede ohne echte Heilwirkung bleiben wird.
Mit anderen Worten: Falls die bisher meist angewandten Therapien unzureichend sind, sagt das in meinen Augen noch nichts endgültiges über die (Nicht-)Therapiebarkeit der Klientinnen aus.

Ok, das ist jetzt länger geworden als ich dachte, sorry. Ich hoffe, es war verständlich, und bin gespannt, was Du dazu meinst.

Viele Grüße, Trödeltrine

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